Was macht eine Amazon SEO Agentur?
Eine Amazon SEO Agentur übernimmt die systematische Optimierung deiner Produktlistings für die Amazon-Suche. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Amazon SEO unterscheidet sich fundamental von Google SEO. Der A9-Algorithmus bewertet andere Signale, die Ranking-Faktoren verändern sich schneller, und die Verbindung zwischen organischem Ranking und bezahlter Werbung ist auf Amazon deutlich enger als bei Google.
Was viele Seller unterschätzen: Amazon SEO ist kein einmaliges Projekt. Keywords verschieben sich, Wettbewerber optimieren ihre Listings, Amazon passt den Algorithmus an. Eine Agentur, die einmal deine Bullet Points überarbeitet und dann verschwindet, ist keine SEO-Agentur. Sie ist ein Freelancer, der eine Aufgabe erledigt hat. Echte Amazon SEO Optimierung ist ein fortlaufender Prozess mit regelmäßigem Monitoring, Testing und Anpassung.
Der Markt für Amazon SEO Dienstleistungen ist unübersichtlich. Zwischen Freelancern auf Fiverr und spezialisierten Agenturen mit integrierten Teams liegen Welten. Dieser Post zeigt dir, welche Leistungen du erwarten solltest, woran du Qualität erkennst und wann sich die Investition in eine Amazon Optimierung Agentur tatsächlich rechnet.
Die Leistungen einer professionellen Amazon SEO Agentur
Eine professionelle Amazon SEO Agentur deckt deutlich mehr ab als Keyword-Recherche und Listing-Texte. Die folgenden Bereiche gehören zum Standardrepertoire.
Keyword-Recherche und Keyword-Strategie: Nicht nur die offensichtlichen Hauptkeywords finden, sondern die gesamte Keyword-Landschaft für jedes Produkt kartieren. Dazu gehören Long-Tail-Keywords, saisonale Suchbegriffe, Wettbewerber-Keywords und Backend-Keywords. Eine gute Agentur arbeitet datengetrieben mit professionellen Tools, nicht mit Bauchgefühl und Amazon-Autosuggest allein.
Listing-Architektur: Titel, Bullet Points, Produktbeschreibung und Backend-Felder müssen als System funktionieren. Der Titel trägt die wichtigsten Keywords, die Bullet Points liefern Conversion-relevante Informationen mit sekundären Keywords, die Beschreibung fängt Long-Tail-Traffic ab, und das Backend deckt alles ab, was im sichtbaren Bereich keinen Platz hat. Diese Architektur muss für jedes Produkt individuell entwickelt werden.
A+ Content Strategie: A+ Content ist zwar kein direkter Ranking-Faktor, beeinflusst aber die Conversion Rate massiv. Und die Conversion Rate ist ein Ranking-Faktor. Eine SEO-Agentur, die A+ Content ignoriert, versteht den Zusammenhang zwischen Content und Ranking nicht. Die besten Agenturen arbeiten hier eng mit dem Design-Team zusammen oder haben beides inhouse.
Indexierungs-Monitoring: Amazon indexiert nicht automatisch alle Keywords, die du ins Listing packst. Eine gute Agentur überwacht regelmäßig, welche Keywords tatsächlich indexiert sind und welche nicht. Das klingt nach einem Detail, kann aber den Unterschied zwischen Seite 1 und Unsichtbarkeit ausmachen.
Ranking-Tracking und Performance-Reporting: Wo stehen deine Produkte für die wichtigsten Keywords? Wie entwickeln sich die Rankings über Zeit? Welche Maßnahmen haben welchen Effekt? Ohne systematisches Tracking arbeitest du blind. Eine professionelle Agentur liefert dir diese Daten in verständlichen Reports mit klaren Handlungsempfehlungen.
Wettbewerbsanalyse: Was machen die Top-Seller in deiner Kategorie anders? Welche Keywords nutzen sie, die du nicht abdeckst? Wie sind ihre Listings strukturiert? Diese Analyse ist nicht einmalig, sondern muss regelmäßig wiederholt werden, weil sich die Wettbewerbslandschaft ständig verändert. Gerade in umkämpften Kategorien kann ein neuer Wettbewerber innerhalb weniger Wochen die gesamte Keyword-Dynamik verschieben.
Amazon SEO Agentur vs. DIY: Wann lohnt sich Outsourcing?
Du kannst Amazon SEO auch intern machen. Die Frage ist, ob das wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Antwort hängt von drei Faktoren ab.
Sortimentsgröße: Bei 5 Produkten kannst du SEO vermutlich selbst managen. Bei 50 oder 500 Produkten wird das ein Vollzeitjob. Die Frage ist, ob du diese Stelle intern besetzen willst oder ob eine Agentur, die das gleiche über hunderte Accounts macht, effizienter arbeitet. In den meisten Fällen ist die Agentur schneller und bringt Benchmark-Daten mit, die intern nicht verfügbar sind.
Know-how: Amazon SEO erfordert spezialisiertes Wissen, das sich ständig weiterentwickelt. Wenn dein internes Team keine dedizierte Amazon-SEO-Expertise hat, sondern SEO als eine von vielen Aufgaben betrachtet, fehlt die Tiefe. Halbherzige Optimierung ist oft schlimmer als keine, weil sie ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugt.
Tool-Kosten: Professionelle Amazon-SEO-Tools kosten zwischen 200 und 1.000 Euro pro Monat. Dazu kommen die internen Personalkosten. Wenn du das zusammenrechnest, liegt die Gesamtinvestition für internes Amazon SEO oft in einem ähnlichen Bereich wie die Kosten einer spezialisierten Agentur, nur ohne die Erfahrung über hunderte Accounts.
Grundregel: Wenn Amazon ein wesentlicher Umsatzkanal für dich ist und du über 100.000 Euro Monatsumsatz machst, lohnt sich professionelles SEO-Management fast immer. Ob intern oder extern hängt von deiner Teamstruktur ab. Viele Seller starten intern und wechseln dann zur Agentur, wenn sie merken dass die Lernkurve steil ist und die Ergebnisse zu langsam kommen.
Woran du eine gute Amazon SEO Agentur erkennst
Der Markt ist voll von Anbietern, die Amazon SEO als Service listen. Diese Kriterien helfen dir bei der Auswahl.
Datengetriebener Ansatz: Frag, welche Tools die Agentur nutzt und wie sie Keyword-Entscheidungen trifft. Wenn die Antwort vage bleibt oder sich auf "Erfahrung" beschränkt, fehlt die analytische Grundlage. Gute Agenturen können dir ihren Prozess Schritt für Schritt erklären und zeigen welche Datenquellen sie nutzen.
Nachweisbare Ergebnisse: Ranking-Verbesserungen, Traffic-Steigerungen, Conversion-Rate-Optimierung. Lass dir konkrete Case Studies zeigen, idealerweise in deiner Kategorie oder einer vergleichbaren. Vorsicht bei Agenturen, die nur mit Umsatzsteigerungen werben, ohne die SEO-spezifischen Metriken aufzuschlüsseln.
Verständnis der PPC-SEO-Verbindung: Amazon SEO und PPC sind keine getrennten Disziplinen. Eine gute Agentur versteht, wie PPC-Daten die SEO-Strategie informieren und umgekehrt. Wenn die Agentur nur SEO macht und PPC komplett ausblendet, fehlt ein entscheidender Datenstrom.
Regelmäßiges Reporting: Wie oft wird reportet? Welche Metriken werden getrackt? Gibt es einen festen Ansprechpartner? Eine Agentur, die einmal im Quartal ein generisches PDF schickt, nimmt dein Projekt nicht ernst genug.
Transparente Kommunikation: Eine gute Agentur erklärt dir, was sie tut und warum. Du musst kein Amazon-Experte sein, aber du solltest jederzeit verstehen, welche Maßnahmen laufen und welche Ergebnisse sie erzielen. Wenn du das Gefühl hast, dass die Agentur absichtlich intransparent arbeitet, ist das ein rotes Flag.
Typische Fehler bei der Agenturwahl
Diese Fehler sehen wir regelmäßig, wenn Seller zum ersten Mal eine SEO-Agentur beauftragen.
Nur auf den Preis schauen: Die günstigste Option ist fast nie die beste. Amazon SEO erfordert Zeit, Tools und Expertise. Wenn eine Agentur dein komplettes Sortiment für 500 Euro im Monat optimieren will, frag dich wie das wirtschaftlich funktionieren soll. In der Regel bekommst du Template-Arbeit ohne individuelle Analyse.
Keine klaren KPIs vereinbaren: "Wir optimieren deine Listings" ist kein KPI. Definiere vorab, welche Metriken du tracken willst: organischer Traffic-Anteil, Ranking-Positionen für Hauptkeywords, Indexierungsrate, Conversion Rate. Ohne messbare Ziele kannst du nicht bewerten, ob die Agentur liefert.
Zu schnell aufgeben: Amazon SEO braucht Zeit. Ranking-Veränderungen zeigen sich typischerweise nach 4 bis 8 Wochen, manchmal auch länger bei stark umkämpften Keywords. Wer nach einem Monat keine Ergebnisse sieht und die Agentur wechselt, startet den Prozess jedes Mal von vorn. Gib der Zusammenarbeit mindestens 3 Monate, bevor du eine fundierte Bewertung vornimmst. Gute Agenturen setzen ohnehin eine Mindestlaufzeit an, weil sie wissen dass kurzfristige Engagements für beide Seiten ineffizient sind.
SEO isoliert betrachten: Amazon SEO funktioniert nicht in einem Vakuum. Wenn deine Bilder schlecht sind, dein Preis nicht stimmt oder deine Bewertungen unter 4 Sternen liegen, kann die beste Keyword-Optimierung das nicht kompensieren. Eine gute Agentur spricht diese Punkte an, auch wenn sie nicht direkt in ihren Leistungsbereich fallen.
Amazon SEO und PPC: Warum beides zusammengehört
Die Trennung von SEO und PPC ist auf Amazon künstlich. Beide Kanäle beeinflussen sich gegenseitig, und die Daten aus dem einen Kanal sind Gold für den anderen.
PPC-Kampagnen generieren Suchbegriff-Daten, die zeigen welche Keywords tatsächlich konvertieren. Diese Daten sind wertvoller als jede Keyword-Recherche, weil sie auf echtem Kaufverhalten basieren. Eine SEO-Agentur, die keinen Zugang zu deinen PPC-Daten hat, arbeitet mit einer Hand auf dem Rücken.
Umgekehrt gilt: Wenn dein Listing SEO-optimiert ist und organisch gut rankt, sinkt der Druck auf PPC. Du brauchst weniger Werbebudget, um Sichtbarkeit zu halten, weil die organische Position einen größeren Anteil am Gesamttraffic übernimmt. Das senkt den TACoS direkt. Langfristig ist eine starke organische Position der profitabelste Weg zu nachhaltigem Amazon-Wachstum, weil du weniger von bezahlter Sichtbarkeit abhängig bist.
Die beste Lösung ist eine Agentur oder ein Agentur-Setup, das beides integriert. Wenn du SEO und PPC bei verschiedenen Anbietern hast, stelle zumindest sicher, dass beide Seiten Zugang zu den Daten der jeweils anderen haben und regelmäßig abstimmen. Ohne diese Brücke verschenkst du Potenzial.
Der richtige Zeitpunkt für eine Amazon SEO Agentur
Nicht jeder Seller braucht sofort eine SEO-Agentur. Aber es gibt klare Signale, dass der Zeitpunkt gekommen ist.
Deine organischen Rankings stagnieren oder fallen, obwohl dein Produkt gut ist und gute Bewertungen hat. Das deutet darauf hin, dass die Wettbewerber ihre Listings aktiv optimieren und du zurückfällst. Hier kann eine Agentur den Rückstand schnell aufholen.
Du launchst regelmäßig neue Produkte und jeder Launch frisst Wochen an interner Kapazität für Listing-Erstellung und Keyword-Recherche. Eine Agentur mit eingespielten Prozessen beschleunigt das erheblich und bringt Launch-Erfahrung aus anderen Kategorien mit.
Dein PPC-ACoS steigt trotz Optimierung. Oft liegt das nicht an den Kampagnen, sondern an den Listings. Wenn die Conversion Rate nicht stimmt, kann PPC das nicht ausgleichen. Eine SEO-Agentur identifiziert die Conversion-Schwächen in deinen Listings und behebt sie systematisch.
Du expandierst auf neue Marktplätze. Jeder Marktplatz hat eigene Keywords, andere Suchgewohnheiten und unterschiedliche Wettbewerber. Die Listings einfach zu übersetzen reicht nicht. Eine Agentur mit internationalem Know-how stellt sicher, dass deine Amazon-Strategie auf jedem Marktplatz funktioniert, nicht nur auf dem Heimatmarkt. Das gilt besonders für den US-Markt, wo die Keyword-Volumina und Wettbewerbsdichte ein komplett anderes Level haben als in Europa.
Fragen zu deiner Amazon-Strategie?
Wir betreuen Marken mit über €300M+ Umsatz auf Amazon. Lass uns sprechen.




